Warum Baby nicht unter Achseln hochheben? — AK-MADEWITHLOVE
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Bereits bei den ersten Hebeversuchen kommt oft die Frage auf: „Darf ich mein Baby einfach unter den Achseln packen und hochziehen?“ Die Antwort lautet dabei: Bei Babys braucht es oft viel mehr Rücksicht und Feingefühl, als man auf den ersten Blick glaubt. Denn ihre Knochen, Gelenke und Muskeln befinden sich noch in der Entwicklung — unsachgemäßes Hochheben kann unangenehme, manchmal schmerzhafte Folgen haben.
Wie Du Dein Baby wirklich sicher und liebevoll anhebst und die zarten Gelenke schützt, erfährst Du hier in meinem Blogbeitrag zum sicheren Tragen.
Achtung, Fehlgriff: Warum Babys nicht unter Achseln hochheben?
Du liebst Dein Baby über alles und möchtest es am liebsten den ganzen Tag knuddeln. Doch beim alltäglichen Hochheben schleichen sich schnell Routinen ein, die Deinem kleinen Schatz mehr schaden, als Du ahnst.
Oft ist es ein unbedachter Reflex: Du greifst unter die Ärmchen Deines Kindes und ziehst es hoch. Was für uns Erwachsene eine ganz natürliche Bewegung ist, birgt für Babys und Kleinkinder jedoch erhebliche Risiken.
Im Folgenden kläre ich, warum dieser unbedachte Griff für die zarten Gelenke Deines Kindes gefährlich ist, ab wann Du entspannter sein kannst und welche einfachen Regeln Du für die Sicherheit und Geborgenheit Deines Kindes beachten solltest.
Darum ist Achsel-Greifen so riskant
Babys sind keine Erwachsenen. Ihre Anatomie und ihr Entwicklungsstand unterscheiden sich grundlegend von unserem. Ihre Muskeln, Bänder und Gelenke befinden sich noch im Wachstum und sind extrem weich und empfindlich.
Dabei entstehen 2 Hauptprobleme beim Hochziehen unter den Achseln:
1. Die fehlende Kopfkontrolle
Besonders in den ersten Lebensmonaten kann Dein Neugeborenes den Kopf noch nicht selbstständig halten. Die Nackenmuskulatur ist einfach noch zu schwach.
Hebst Du es ohne ausreichende Stütze unter dem Kopf an den Achseln hoch, knickt der Kopf unkontrolliert nach hinten oder zur Seite. Das belastet die Halswirbelsäule stark und kann nicht nur wehtun, sondern auch Angst und Unsicherheit auslösen. Erst mit etwa sechs Monaten ist die Muskulatur so weit, dass Babys ihre Kopfbewegungen vollständig kontrollieren können.
2. Überlastung der Gelenke
Beim Anheben unter den Achseln wirken die gesamten Kräfte direkt auf die Schulter- und Ellbogengelenke. Diese ruckartige Zugbelastung ist für die zarten Gelenke ein echtes Problem.
Das größte und bekannteste Risiko beim ruckartigen Hochziehen am Arm ist die sogenannte Chassaignac-Lähmung (oder im Englischen „Nursemaid’s Elbow“).
Dabei handelt es sich um eine schmerzhafte Subluxation des Speichenköpfchens im Ellenbogengelenk. Vereinfacht gesagt: Durch die plötzliche Zugbelastung kann sich die Speiche im Gelenk leicht verschieben oder lockern, und umliegendes Gewebe kann eingeklemmt werden.
Diese Verletzung kann bereits bei einem kurzen, unachtsamen Ruck entstehen – zum Beispiel, wenn Du Dein Kind schnell vom Boden hochziehen möchtest, um einen Sturz zu verhindern, oder es ungeduldig aus der Babykleidung ziehst.
Auch wenn die Chassaignac-Lähmung meist harmlos ist und vom Kinderarzt mit einem kurzen Handgriff wieder eingerenkt werden kann, ist sie für Dein Kind extrem schmerzhaft. Dieses Risiko besteht übrigens bis zum 4. Lebensjahr, da sich das Ellenbogengelenk nur sehr langsam stabilisiert. Spiele wie „Engelchen flieg“, bei denen Dein Kind an den Armen durch die Luft gewirbelt wird, solltest Du behutsam durchführen oder besser vermeiden.
Die psychologische Komponente: Vertrauen und Sicherheit schaffen
Neben den physischen Risiken spielt auch das Gefühl Deines Babys eine wichtige Rolle. Stell Dir vor, Du wirst plötzlich und unvorbereitet hochgerissen. Das löst einen Schreck aus, oder?
Wenn Dein Baby beim Hochheben weint oder protestiert, liegt das oft an zwei Dingen:
Ungünstige Haltung: Der Kopf wird nicht gestützt, oder der Körper liegt leicht verdreht.
Schreckreaktion: Die plötzliche, ruckartige Bewegung wirkt bedrohlich.
Durch ruhige, gleichmäßige und vor allem stützende Bewegungen vermittelst Du Deinem Kind Sicherheit, Geborgenheit und Vertrauen. Es lernt: Mama/Papa passt auf meinen kleinen Körper auf.
Die 3 goldenen Regeln: So hebst Du Dein Baby richtig
Die richtige Hebetechnik ist sanft, gleichmäßig und respektiert die natürlichen Entwicklungsabläufe Deines Babys.
Regel 1: Immer Kopf und Nacken sichern
In den ersten Lebensmonaten ist die Stütze des Kopfes das A und O. Deine Hand liegt wie ein Kissen unter Nacken und Kopf, während die andere Hand den Rücken oder Po trägt. Wichtig: Hebe Dein Baby immer nahe an Deinem Körper an, um Deinen eigenen Rücken zu schonen und ihm zusätzliche Stabilität zu geben.
Regel 2: Der Po trägt die Hauptlast
Greife beim Hochheben immer unter den Po oder Rücken Deines Babys, um das Gewicht gleichmäßig zu verteilen. So entlastest Du die Gelenke und die zarte Wirbelsäule. Wenn Du es aus der Rückenlage hochhebst, kannst Du es zunächst sanft zur Seite drehen (wie ein kleines Paket), bevor Du es aufrichtest.
Regel 3: Sanfte Übergänge statt Ruck
Vermeide unbedingt ruckartige Bewegungen. Hebe Dein Baby langsam und in einer fließenden Bewegung. Babys reagieren sehr empfindlich auf schnelle Lageveränderungen. Dieses Prinzip gilt übrigens für alle motorischen Übergänge, wie zum Beispiel vom Sitzen zum Stehen. Lies dazu auch in meinen Beitrag Ab wann sitzen Babys nach.
Ab wann Babys unter Achseln hochheben?
Obwohl Vorsicht immer besser ist als Nachsicht, entwickelt sich Dein Baby natürlich stetig weiter. Die Notwendigkeit der umfassenden Stütze nimmt mit dem Alter ab:
Alter
Was ist möglich?
Was ist absolut tabu?
0 – 6 Wochen
Immer Kopf, Nacken und Rücken/Po stützen. Volle Unterstützung notwendig.
Hochheben unter den Achseln, ruckartige oder unkontrollierte Bewegungen.
6 Wochen – 6 Monate
Dein Baby kann den Kopf kurz halten. Kurzfristiges Halten unter den Achseln ist möglich, aber stütze den Kopf weiterhin mit den Fingern.
Ziehen an Armen oder Händen.
6 Monate – 4 Jahre
Dein Baby kontrolliert seinen Kopf vollständig. Sicheres Hochheben unter den Achseln ist möglich, solange Du dabei nicht daran ziehst.
Ruckartiges Hochziehen an Händen oder Armen (z.B. beim Spielen oder Aufhelfen) – Gefahr der Chassaignac-Lähmung!
Häufig gestellte Fragen zum Thema Babys unter Achseln hochheben
+Ist der Fliegergriff eine sichere Alternative zum Tragen auf dem Arm?
Ja, unbedingt! Der Fliegergriff, bei dem Dein Baby bäuchlings auf Deinem Unterarm liegt, ist eine sehr beliebte und sichere Trageweise, besonders bei Blähungen und Koliken. Er entlastet den Bauch und wirkt sanft massierend. Achte darauf, den Kopf Deines Babys sicher in Deiner Armbeuge zu positionieren, bis es ihn gut selbst halten kann.
+Darf ich mein Baby gar nicht an den Händen hochziehen, um ihm beim Stehenlernen zu helfen?
Gerade wenn Dein Baby die ersten Gehversuche macht (passend zu meinem Beitrag Ab wann stehen Babys?), ist die Versuchung groß, es an den Händen hochzuziehen. Vermeide das! Stütze stattdessen Po und Hüfte sanft oder lasse es sich an Dir festhalten, ohne Zug auf die Arme auszuüben. Das Risiko der Ellenbogen-Verletzung besteht, bis Dein Kind etwa vier Jahre alt ist.
+Muss ich mir Sorgen machen, wenn ich mein Baby schon oft unter den Achseln hochgehoben habe?
Die meisten Babys sind erstaunlich robust und eine einmalige unbedachte Bewegung führt selten direkt zu einer Verletzung. Wenn Dein Baby keine Schmerzreaktion gezeigt hat und sich normal bewegt, besteht kein Grund zur Sorge. Wichtig ist nur, dass Du ab jetzt die sanfteren Hebetechniken in Deinen Alltag integrierst und das Hochziehen vermeidest.
+Was ist mit Tragehilfen? Entlasten Tragetuch und Babytrage die Gelenke?
Ja, absolut! Tragetücher und ergonomische Babytragen verteilen das Gewicht gleichmäßig auf Rücken und Po und verhindern den Zug auf die Achseln und Gelenke. Sie sind ideal für längere Tragezeiten und fördern die korrekte Haltung.
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Seit mehreren Jahren beschäftige ich mich intensiv mit Themen rund um Babys, Kleinkinder und einen entspannten Familienalltag.
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