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Ab wann krabbeln Babys?

Lesedauer: 7 minutes

Entzuckendes Bab das mit der Hilfe seiner Mutter auf dem Boden kriecht
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    Viele Eltern stellen sich im ersten Lebensjahr ihres Kindes die Frage: „Ab wann krabbeln Babys?“ oder „Ab wann können Babys krabbeln?“ Krabbeln ist ein wichtiger Schritt in der Motorik. Es zeigt, dass Dein Baby beginnt, sich selbstständig fortzubewegen.

    Der Zeitpunkt des ersten Krabbelns ist bei jedem Kind unterschiedlich. Manche beginnen bereits mit sechs Monaten, andere erst mit zehn oder zwölf Monaten. Einige Studien zeigen, dass manche Babys das Krabbeln ganz überspringen und direkt zum Laufen übergehen.

    Diese Unterschiede sind normal. Die Bewegungsentwicklung verläuft nicht bei allen Kindern gleich und hängt von vielen Faktoren ab – darunter Muskelkraft, Motivation, Gene, Umwelt und die Beschaffenheit der Gelenke.

    Was Krabbeln für die Entwicklung Deines Babys bedeutet

    Krabbeln lernen ist mehr als nur eine neue Form der Fortbewegung. Es unterstützt verschiedene Bereiche der körperlichen und geistigen Entwicklung und fördert die Koordination von Bewegungen. Als Teil der Entwicklungen von Babys im ersten Jahr nimmt das Krabbeln dabei eine zentrale Rolle ein.

    • Muskelaufbau: Beim Krabbeln werden Rücken-, Bauch-, Arm- und Beinmuskulatur gestärkt – wichtig für das spätere Laufen. Besonders die Rückenmuskulatur spielt dabei eine zentrale Rolle.
    • Gehirnentwicklung: Die Überkreuzbewegung beim Krabbeln verbindet beide Gehirnhälften und fördert die Vernetzung im Gehirn.
    • Raumorientierung: Dein Baby lernt, Entfernungen einzuschätzen und entwickelt ein Gefühl für den eigenen Körper im Raum.

    Durch das selbstständige Erkunden der Umgebung sammelt Dein Kind wertvolle Erfahrungen. Es lernt, Hindernisse zu überwinden und entwickelt ein erstes Verständnis für Ursache und Wirkung.

    Baby krabbelt auf dem Boden vor einer Couch.

    Wann krabbeln Babys üblicherweise?

    Die meisten Eltern möchten wissen: „Wann krabbeln Babys denn nun typischerweise?“ Die meisten Babys beginnen zwischen dem 7. und 10. Lebensmonat mit dem Krabbeln, wobei der Durchschnitt bei etwa 8,5 Monaten liegt. Eine Studie des Staatsinstituts für Frühpädagogik hat ergeben, dass das Krabbeln zwischen dem 7. und 10. Monat am häufigsten auftritt.

    Einige Babys starten früher, bereits ab dem 6. Monat, andere erst später, etwa mit 11 Monaten. Etwa 15–20 % der Kinder überspringen das Krabbeln vollständig und gehen direkt zum Hochziehen oder Laufen über.

    AlterEntwicklungsschritt
    3–4 MonateStabile Kopfkontrolle, erste Bauchlage
    5–6 MonateRobben, Drehen
    7–10 MonateTypisches Krabbelalter
    8–12 MonateHochziehen zum Stehen

    Es gibt kein „zu früh“ oder „zu spät“ beim Krabbeln. Wichtiger ist, dass Dein Baby insgesamt aktiv ist und Interesse an seiner Umgebung zeigt.

    Typische Anzeichen für die Krabbelphase Deines Babys

    Bevor Babys krabbeln, zeigen sie bestimmte Bewegungsmuster. Diese Anzeichen helfen Dir zu erkennen, wann Dein Kind bereit ist für die ersten Krabbelversuche.

    Robben und Kriechen

    Robben ist eine Vorstufe des Krabbelns. Dein Baby liegt dabei auf dem Bauch und zieht sich mit den Armen vorwärts. Der Bauch bleibt am Boden. Beim Kriechen hebt sich der Bauch manchmal schon leicht, aber die Bewegung ist noch nicht koordiniert.

    Viele Babys schieben sich zunächst rückwärts, bevor sie vorwärtskommen – oft, weil die Armmuskulatur stärker ist als die Beinmuskulatur.

    Vierfüßlerstand

    Im Vierfüßlerstand stützt sich Dein Baby auf Hände und Knie. Es schaukelt vor und zurück, ohne sich fortzubewegen. Diese Position ist wichtig, um den Gleichgewichtssinn und die Kraft aufzubauen.

    Viele Babys bleiben einige Tage oder sogar Wochen in dieser Position, bevor sie den nächsten Schritt wagen. Das Schaukeln trainiert genau die Muskeln, die später fürs Krabbeln gebraucht werden.

    Erhöhte Aktivität in der Bauchlage

    In der Bauchlage wird Dein Baby immer aktiver. Es stützt sich auf die Arme, hebt Kopf und Brust und versucht, nach Spielzeug zu greifen. Diese Aktivität stärkt Rücken- und Nackenmuskulatur – wichtige Voraussetzungen fürs Krabbeln.

    Je mehr Zeit Dein Baby in dieser Position verbringt, desto besser kann es die nötigen Muskeln aufbauen.

    Verschiedene Krabbeltechniken bei Babys

    Jedes Baby entwickelt seinen eigenen Krabbelstil. Diese unterschiedlichen Techniken sind alle normal und zeigen die Vielfalt der motorischen Entwicklung.

    Vorwärts und Rückwärts

    Viele Babys krabbeln zunächst rückwärts, bevor sie vorwärtskommen. Sie stoßen sich mit den Armen ab und schieben sich dadurch nach hinten. Mit zunehmender Beinmuskulatur gelingt dann auch die Vorwärtsbewegung in die richtige Richtung.

    Wenn Dein Baby nur rückwärts krabbelt, kannst Du ihm helfen, indem Du Deine Hände sanft gegen seine Füße hältst. Dieser Widerstand gibt oft den nötigen Halt, um vorwärts zu kommen.

    Schrägkrabbeln

    Beim Schrägkrabbeln (auch „Bärengang“ genannt) bewegt sich Dein Baby mit gestreckten Armen und Beinen oder zieht ein Bein nach. Die Bewegung wirkt asymmetrisch. Diese Art des Krabbelns ist jedoch völlig normal und gleicht sich meist mit der Zeit aus.

    Einige Babys bevorzugen diese Technik, weil sie ihnen mehr Stabilität gibt. Mit wachsender Koordination entwickeln viele Kinder später das klassische Krabbeln auf Händen und Knien.

    Andere Fortbewegungsarten

    Nicht alle Babys krabbeln auf die gleiche Weise. Manche rutschen auf dem Po, andere rollen sich vorwärts oder bewegen sich wie eine Raupe. All diese Varianten sind normale Entwicklungsschritte.

    Wichtig ist, dass Dein Baby überhaupt mobil wird und seine Umgebung erkundet – nicht, wie genau es das tut.

    Krabbelndes Baby auf Teppich.

    Praktische Tipps: Wie Du Dein Baby beim Krabbeln unterstützen kannst

    Du kannst Dein Baby auf seinem Weg zum Krabbelnlernen begleiten, ohne es zu drängen. Eine anregende Umgebung und spielerische Angebote fördern die natürliche Entwicklung.

    Bauchlage fördern

    Die Bauchlage ist die beste Vorbereitung fürs Krabbeln. Sie stärkt Nacken, Schultern und Rücken – genau die Muskeln, die Dein Baby dafür braucht.

    So machst Du die Bauchlage angenehmer:

    • Lege interessantes Spielzeug in Sichtweite
    • Setze Dich vor Dein Baby und sprich mit ihm
    • Starte mit kurzen Einheiten und steigere die Zeit langsam

    Spannende Spielanreize

    Spielzeug kann Dein Baby zum Krabbeln motivieren. Platziere Lieblingsspielzeuge knapp außerhalb der Reichweite, um Neugier zu wecken. Bunte Bälle, Rasseln oder Krabbelspielzeug mit Licht und Ton sind besonders anregend.

    Baby krabbeln mit Spielzeuganreizen.

    Gemeinsame Übungen

    Aktivitäten auf dem Boden fördern die motorische Entwicklung:

    • Krabbele selbst vor Deinem Baby – Kinder lernen durch Nachahmung
    • Baue einen kleinen Hindernisparcours aus Kissen
    • Rolle einen Ball hin und her

    Diese Übungen helfen Deinem Baby, Bewegungsabläufe zu verstehen und nachzuahmen – ganz spielerisch.

    Was tun, wenn Dein Baby nicht krabbelt?

    Wenn Dein Baby nicht krabbelt, ist das meist kein Grund zur Sorge. Viele Kinder überspringen diese Phase und finden andere Wege, mobil zu werden.

    Geduld und Beobachtung

    Jedes Kind entwickelt sich in seinem eigenen Tempo. Manche krabbeln früh, andere spät oder gar nicht. Wichtiger ist, dass Dein Baby insgesamt aktiv ist und sich für seine Umgebung interessiert.

    Achte auf andere motorische Fähigkeiten: Drehen, Sitzen, Greifen – auch das sind wichtige Entwicklungsschritte.

    Wann zum Kinderarzt

    Ein Arztbesuch ist sinnvoll, wenn Dein Baby bis zum ersten Geburtstag keinerlei Mobilität zeigt. Auch folgende Anzeichen solltest Du beobachten:

    • Einseitige Bewegung
    • Fehlende Muskelspannung
    • Kein Interesse an Bewegung

    Sprich bei den Vorsorgeuntersuchungen über Deine Beobachtungen.

    Dein Baby krabbelt: So machst Du Dein Zuhause sicher

    Sobald Dein Baby mobil wird, verändert sich sein Bewegungsradius. Jetzt ist es Zeit, das Zuhause krabbelsicher zu machen.

    Gefahrenquellen entfernen

    Aus der Krabbelperspektive sieht die Welt anders aus. Achte besonders auf:

    • Kabel in Reichweite
    • Kleine Gegenstände
    • Ungesicherte Schubladen und Schränke
    • Giftige Pflanzen
    • Treppen und erhöhte Bereiche

    Ein Rundgang auf allen Vieren hilft Dir, Gefahren aus Babysicht zu erkennen.

    Baby krabbelt zum Schrank.

    Rutschfeste Kleidung

    Auf glatten Böden kann Krabbeln schwierig sein. Hochwertige Babykleidung mit rutschfesten Elementen gibt mehr Halt. Bei AK-MADEWITHLOVE verwende ich spezielle Stoffe mit Struktur, die das Krabbeln erleichtern.

    Besonders praktisch sind:

    • Hosen mit verstärkten Knien
    • Socken mit Gummisohlen
    • Outdoor Handmade Overalls mit flexiblen Stoffen
    • Strampler mit weichem Bündchen und viel Bewegungsfreiheit
    • Wickelbodys aus hautfreundlicher Baumwolle
    • Krabbelleggings mit Anti-Rutsch-Noppen

    Diese Kleidung schützt zudem die empfindliche Babyhaut vor Reibung.

    Babysichere Maßnahmen

    Diese Maßnahmen sind besonders wichtig:

    • Steckdosensicherungen
    • Treppengitter oben und unten
    • Schubladensicherungen
    • Türstopper
    • Kantenschutz an Möbeln

    Eine sichere Umgebung gibt Dir Ruhe – und Deinem Baby Freiheit zum Entdecken.

    Häufig gestellte Fragen zum Krabbeln

    Ab welchem Alter sollte mein Baby die Bauchlage üben?

    Ab den ersten Lebenswochen sind kurze, beaufsichtigte Bauchlage-Einheiten sinnvoll. Sie fördern die Rücken- und Nackenmuskulatur und bereiten Dein Baby auf das Krabbeln vor. Wichtig ist, dass Dein Baby Lust hat – Spielzeug oder Spiegel helfen, die Bauchlage spannender zu gestalten.

    Wie erkenne ich, ob mein Baby bereit zum Krabbeln ist?

    Zeichen für Krabbelbereitschaft sind: Abstützen in der Bauchlage, der Vierfüßlerstand oder das Schaukeln vor und zurück. Dein Baby zeigt mehr Lust auf Bewegung, erweitert seinen Bewegungsradius und startet erste Krabbelversuche.

    Ist es normal, wenn mein Baby rückwärts krabbelt?

    Ja. Viele Babys krabbeln zuerst rückwärts, weil die Armmuskulatur anfangs stärker ist. Das ist ein normaler Entwicklungsschritt. Mit mehr Kraft und Koordination klappt es bald auch vorwärts. Unterstütze Dein Baby durch Spielanreize und leichten Widerstand an den Füßen.

    Sollte ich mir Sorgen machen, wenn mein Baby mit 10 Monaten noch nicht krabbelt?

    Nein. Die Entwicklung ist individuell – manche Kinder überspringen das Krabbeln ganz. Zeigt Dein Baby Lust an Bewegung und Fähigkeiten wie Sitzen, Greifen oder Drehen, besteht kein Grund zur Sorge.

    Expertin für Kinder & Familien
    Seit mehreren Jahren beschäftige ich mich intensiv mit Themen rund um Babys, Kleinkinder und einen entspannten Familienalltag. Meine Artikel entstehen aus persönlichen Erfahrungen, sorgfältiger Recherche und dem Anspruch, alltagstaugliche und ehrliche Inhalte zu teilen.